Ich liebe Bücher. Ich übersetze Bücher.

Was machst du eigentlich beruflich?

Wenn ich auf diese Frage mit „Ich bin Übersetzerin“ antworte, lautet die nächste Frage unweigerlich: „Und was übersetzt du so?“ Dann komme ich manchmal ein bisschen ins Schwimmen. Ja, was übersetze ich denn eigentlich so? Häufig medizinische und biologische Fachtexte, aber ebenso häufig übersetze ich Bücher. „Oh, richtige Bücher? Ist ja toll. Was denn für welche?“

An dieser Stelle hole ich meist tief Luft und beginne aufzuzählen: „Also, Bücher für Kinder und Naturführer mache ich am liebsten, aber ich übersetze auch viele Kochbücher und manchmal Hobbybücher und Ratgeber.“ Gelegentlich verschleiert sich der Blick des Fragestellers da schon, als hätte er sich gewünscht, ich hätte einfach „Krimis“ gesagt, und dabei habe ich noch gar nicht erwähnt, dass ich beispielsweise nie etwas über Modelleisenbahnen (Hobby) oder Inneneinrichtung (Ratgeber) übersetzen würde, dafür aber liebend gern noch mehr Kinderliteratur …

Für alle, die es wirklich genau wissen wollen, habe ich deshalb hier meine bisher veröffentlichten Übersetzungen zusammengestellt. Die ganz Neugierigen finden außerdem in jeder Kategorie eine Leseprobe als kleinen Einblick in meinen Übersetzungsstil.

Viel Spaß beim Stöbern!

Buch des Monats

Wie laut war eigentlich der Urknall?
Wie sich Menschen unser Universum vorstellen

Übersetzung aus dem Französischen, 48 Seiten

Autorin: Guillaume Duprat
Verlag: Knesebeck
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-9572-8208-8

Inhalt: „Dieses außergewöhnliche Sachbuch nimmt Kinder mit auf eine spielerische und intuitive Reise durch die verschiedensten Vorstellungen, die sich die Menschheit von unserem Universum gemacht hat. Jedes Volk, jede Kultur, jede Zivilisation hatte seine eigene Vorstellung von unserem Universum und oft ganz eigene Worte, um es zu beschreiben oder davon zu erzählen. Ist das Universum flach oder doch eher rund wie ein Ballon? Wer hat sich den Himmel wie eine kristallklare Kugel vorgestellt? Und gibt es gar ein Multiversum? Vom Weltall der alten Griechen über die Erkenntnisse Kopernikus' bis zur Vorstellung Albert Einsteins können Kindern in wunderbaren Klapptafeln in erstaunliche Fantasiewelten unterschiedlichster Völker und Kulturen von der Antike bis zur Gegenwart blicken, sie erfahren, was man beobachten kann und welche Theorien es heute zum Weltall gibt. Ein fundiert für Kinder aufbereitetes Sachbuch zum Universum, das Wissenschaft und Imagination verbindet.“ (Verlagstext)

Von diesem Autor hatte ich schon mal ein höchst informatives Buch übersetzt, in dem es darum ging, wie verschiedene Tiere die Welt wahrnehmen (Was sieht eigentlich der Regenwurm?). Dieses Buch hat mich noch mehr begeistert – selten wurden komplexe Sachverhalte mit wenigen Worten so klar und für Kinder verständlich erklärt. Gerade französische Texte sind oft etwas umständlich und für meine Begriffe nicht ganz kindgerecht geschrieben, aber dieser Autor mit seinem klaren, schnörkellosen Stil kann sogar die Stringtheorie in wenigen Worten anschaulich machen. Die vielen Illustrationen und Klappen erleichtern zusätzlich den Zugang zur Astrophysik. Ein wunderbares Buch zum Blättern, Schmökern und Staunen!